AUS DEN TIEFEN DER SEELE

Am Mittwoch den 20. April um 17.00 Uhr stellt Maren Arendt ihre AUS DEN TIEFEN DER SEELE kommenden Bilder vor.

Im Forum für Lebensenergie – Heilhaus

Vernissage Maren Arendt Eutin
Vernissage Maren Arendt Eutin

Aus der Seele aufsteigende Bilder können helfen, Verdrängtes und Un-bewusstes bewusst zu machen und zu „befreien“, um unser Leben uns ent-sprechend zu gestalten. Mit ihren Bil-dern, ihren Kursen in intuitiver Male-rei und dem aus ihren Bildern entstan-denen Karten-Set möchte die Malerin Maren Arendt dazu wirk-same Hilfe-stellung leisten.

Erschienen in: esotera 9/1999 (Seite 56-57)

AUS DEN TIEFEN DER SEELE

Aus der Seele aufsteigende Bilder können helfen, Verdrängtes und Unbewußtes bewusst zu machen und zu „erlösen“. Mit ihren Bildern und Kursen in intuitiver Malerei möchte die Malerin Maren Arendt dazu wirksame Hilfestellung leisten

Von Ulrich Arndt

Kühle Farbtöne von Gelb, Blau und Grün begegnen vereinzelten warmen Nuancen von Gelb und Orange; durch ihren pastellfarbenen Nebel hindurch ist mitunter schemenhaft ein Gesicht zu erkennen – mal Mensch,  mal Tier. Manchmal scheinen sich zarte, fast transparente Gestalten hinter dem Farbschleier zu bewegen, und zuweilen glaubt der Betrachter uralte Symbole und Zeichen darin zu entdecken … „Seelen-Bilder“ nennt die norddeutsche Malerin Maren Arendt diese Gemälde. Denn für sie sind es „aus den Tiefen der Seele aufsteigende Bilder, Formen und Farben, die   zum Wegweiser werden, um sich selbst und sein Leben besser und tiefer verstehen zu können“.
Für Maren Arendt ist die „intuitive Malerei“ ein idealer Weg, um durch diese oder eigene Bilder einen bewussten Zugang zu den Botschaften des eigenen Unbewussten zu finden, zu den verdrängten und verborgenen Inhalten der Seele. Es ist ein Weg, durch die Aussagen der Bilder, Einsicht   in die eigenen individuellen Persönlichkeitsanteile zu bekommen, zur Stärkung der Gesamtpersönlichkeit. Denn, unseren Persönlichkeitsanteilen eine eigenverantwortliche Form zu geben, ist eine sinnvolle Aufgabe unseres Lebens, meint die Künstlerin.

„Seelen-Bilder“ steigen in jedem auf, vor allem während des Träumens, glaubt die Künstlerin aus Kronshagen an der Ostsee. Jedoch sind sie in  der Regel am nächsten Morgen schnell wieder vergessen. Für Maren  Arendt ist daher die „intuitive Malerei“ ein idealer Weg, um bewußt     einen Zugang zu diesen Bildern zu finden – zu den Botschaften des eigenen Unbewußten, zu den verdrängten und verborgenen Inhalten der   Seele. Wenn die 56jährige heute in Kursen und Malworkshops die Teilnehmer an jenen inneren Impuls heranführt, der das Tor zu den „Bildern der Seele“ öffnen kann, dann schöpft sie dabei aus eigenem tiefen Erleben: Nach einer Kunstausbildung Mitte der 80er Jahre bei Prof. Dane Kuhne am „Anne Arundel Community College“ in Annapolis, USA, erlebte sie Anfang der 90er Jahre eine tiefe Lebens- und Sinnkrise. Körperlich und psychisch geschwächt, begab sie sich zu einer „Kur an Leib und Seele“ in die Tauberland-Klinik in Bad Mergenheim. Im Laufe der dortigen Psychotherapie und medial bzw. sensitiv unterstützten Beratungsgesprächen erkannte sie, daß sie selbst viel zu ihrer seelischen Notlage beigetragen, sich ihre „Hölle“ selbst erschaffen hatte. Nach und nach konnte sie sich aus den selbstgestrickten Fesseln und festgefahrenen Verhal-  tens- und Denkmustern lösen.

Maren Arendt, Malerin und Leiterin von Kursen und Seminaren in intuitiver Malerei

Eine große Hilfe dabei war ihr das intuitive bzw. meditative Malen. Erstmals bekam sie dadurch eine bessere und vor allem wiederholbare Zugangsmöglichkeit zu ihren verdrängten Konflikten und Wünschen und   den ungelebten Anteilen ihrer Persönlichkeit. Zum einen geschah dies auf der Ebene der Gefühle, nämlich als direkter Ausdruck dieser verdrängten Seelen-Anteile während des Malprozesses. Zum anderen bekam sie auch auf intellektueller Ebene einen Zugang zu verdrängten Aspekten   ihrer Persönlichkeit, indem sie sich später allein und im Gespräch mit  den Behandlern in der Klinik auch geistig mit dem fertigen Gemälde und den darin verborgenen Inhalten auseinander setzte. Nach mehreren mehr-wöchigen Aufenthalten in der auf Naturheilweisen spezialisierten Klinik fühlte sie sich nicht nur körperlich wieder vital und innerlich gereift; in dieser Zeit waren auch mehr als ein Dutzend Bilder entstan den. Als die Klinik Arendts Bilder in einer kleinen Ausstellung in den Fluren des Hauses präsentierte, machten Künstlerin und Ärzte eine verblüffende Entdeckung: Auch andere Menschen fühlten sich durch die „Seelen-Bilder“ angesprochen und einige tief bewegt. „Es scheint, als würden durch die Bilder tiefliegende, allgemeinmenschliche, archetypische Muster angesprochen“, vermutet die Künstlerin. Die Klinik erwarb eine Anzahl der Bilder, stattete damit einige Flure aus, und auf Wunsch können die Patienten sich auch eines der Bilder ins Zimmer hängen.

Wie im Tarot drücken die Bilder tiefliegende, archetypische Qualitäten des Menschseins aus.

Mittlerweile ist die Anzahl der Gemälde weiter gewachsen und eine Art „Tarot-Serie“ entstanden: „Wie im Tarot drücken sie grundlegende Quali-täten des Menschseins aus“, so Arendt. Dabei würden nicht nur verdrängte „Seelenanteile“ zum Ausdruck kommen. „Eines Nachts während meiner Kur in der Tauberland-Klinik wurde mir bewußt: Ich bin ganz allein verantwortlich für mein Leben – und das bedeutet, nicht nur für das bereits Gelebte, sondern auch für das Zukünftige. Ich selbst muß es wirklich werden lassen.“ Daraufhin sei auch das Thema der Eigenverantwortung in ihre Bilder eingeflossen.
Mehrere Jahre lang dominierten in ihren Bildern weibliche Energien,  meint die Künstlerin – angeregt auch durch eine intensive Auseinandersetzung mit Fragen weiblichen Bewußtseins, Matriarchat-Forschung und weiblicher Spiritualität. „In dieser Zeit war ich auch innerlich stark mit   mir selbst und meiner weiblichen Energie beschäftigt“, erinnert sie sich.  Als sie dabei je-doch nach und nach auch ihre männlichen Anteile entdeckte, begannen sich auch ihre intuitiven „Seelen-Bilder“ zu verändern. „Sie enthalten jetzt eine größere Ausgewogenheit der Formen- und Farbkompositionen als früher“, erklärt sie. Zur Zeit absolviert die Malerin    eine Ausbildung in „Lebens-Impuls-Begleitung®“ an der Tauberland-Akademie für Heilkunst,     die „ihrer“ Klinik beigeordnet ist. Diese Form der Beratung verbindet Gesprächsführung, Formen der Meditation und sensitive Wahrnehmung, um sich selbst und anderen die jeweils verdrängten Seelen-Anteile bewußtzumachen. Maren Arendt will das dort Erlernte nutzen, um ihre Schüler in den von ihr durchgeführten Malkursen, Seminaren und Einzelstunden noch besser an die Möglichkeiten der intuitiven Malerei – von ihr „Intuitive-Selbst-Therapie“ genannt – heranführen zu können.

Ausstellung: Ab Samstag, den 4. September 1999, zeigt Maren Arendt eine Auswahl ihrer Bilder in Kronshagen.

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